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Gaomon M106K

Exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis

Einleitung

Mit dem M106K von GAOMON schickt sich der Hersteller an, der hochpreiseigen Konkurrenz das Wasser ablaufen zu lassen. Features und Qualität sollen hierbei identisch sein zu den deutlich teureren Produkten der Mitbewerber. Ob das M106K mit knapp 60 Euro die Herzen von Künstlern, Hobbyzeichnern und Malern erobern kann, klären wir im Folgenden. Dabei gehen wir auf die verschiedenen Aspekte ein wie der Umfang des Tablets, die Funktionalität und natürlich auf den Zeichenstift, den Herzstück eines jedes Grafiktabs. Es folgt der Gaomon M106K Test.

Lieferumfang und Verpackung

Das Gaomon M106K Grafiktablett kommt in einer schlichten weißen Hülle daher. Diese beinhaltet neben dem eigentlichen Grafiktablett den ArtPaint AP20, also dem eigentlichen Zeichenstift, nebst vier Stiftspitzen. Dazu kommt noch die Kabellage und eine grobe Anleitung und Garantiebestimmungen. Soweit so unspektakulär.

Damit ist das M106K aber nicht schlechter ausgestattet im Lieferumfang wie vergleichbare und höherpreisiger Geräte.

Kompatibilität

Auch bei der Kompatibilität kommt es zu keinen unangenehmen Überraschungen. Sämtliche Windows-Versionen der letzten 7 Jahre werden problemlos unterstützt. Auch mit Mac OS von Apple gibt es keine Probleme ab der Versionsnummer 10.10.

Deutlich komplizierter ist allerdings das Arbeiten mit dem Linux-Betriebssystem. Dieses wird grundsätzlich nicht unterstützt und benötigt einen besonderen Workaround, um einsatzbereit gemacht zu werden. Dies ist allerdings dermaßen kompliziert und technisch, dass dies für die meisten Anwender nicht in Frage kommt. Schade, aber scheinbar ist sich der Hersteller dieses Problem bewusst, da er den recht komplizierten Einrichtungsservice auf seiner Website selbst darstellt, aber selbst keinen Treiber zur Verfügung stellt.

Installation

Die Installation ist leider nicht so simpel gehalten, wie es sein könnte. Potenzielle Treiber für die maximale Kompatibilität werden nicht automatisch installiert, sondern müssen erst von der Herstellerwebsite heruntergeladen werden. Dies ist zum Glück sehr simpel. Der Treiber ist nicht sehr groß und die Installation schnell erledigt. In der anschließend verfügbaren Softwareoberfläche, die optisch nicht wirklich modern wirkt, können dann sämtliche Features des Tablets eingestellt werden.

Dies beginnt bei den 12 Funktionstasten, zu denen wir im folgenden Absatz nochmal kommen werden, inklusive den 16 nicht haptischen Softwarebuttons. Auch der Stift lässt sich individuell einstellen sowie der Wirkungsgrad des Grafiktablett auf dem Bildschirm.

Bedienkomfort und Funktionalität

Wie bereits angesprochen sind die auffälligen Buttons auf der linken Seite des Tablets sehr präsent und können frei belegt werden mit Tastenkombinationen. Zum Beispiel kann man hier das Kopieren und Einfügen hinterlegen, das Erstellen einer neuen Ebene oder das zurücksetzen des letzten Arbeitsschrittes.

Des Weiteren befinden sich auf dem Bildschirm des Tablets noch 16 Software-Buttons, die ebenfalls frei belegt werden können. Das Tablet kommt in 10×6 Zoll daher, was eine angenehme Größe zum Arbeiten darstellt und löst mit 5080 LPI auf, was in Kombination mit dem Stift zu sehr präzisen Arbeitsmanövern führt. Sollte der Stift gerade nicht von Nöten sein, dann befindet sich auf der rechten Seite eine Aufnahme, um den Zeichenstift aufzunehmen und hält diesen fest. Die Entnahme ist angenehm und erfordert nicht zu viel Kraft.

Besonderheiten

Das Tablet lässt sich ohne Probleme drehen und in der Software als Linkshändler-Gerät konfigurieren. Dies erklärt auch die vertikal symmetrische Bauart, die ideal dafür geeignet ist, Rechts- und Linkshändler ein angenehmes Arbeiten zu ermöglichen.

Ansonsten kommt das M106K unaufgeregt daher. Man merkt, es wurden nur die notwendigsten Features eingebaut, um den günstigen Preis halten zu können. Die hohe Zeichengenauigkeit, der Bedienkomfort und die recht einfache Installation sind das, was Künstler und potenzielle Nutzer brauchen. Dies liefert das Tablet.

Zeichenstift

Das Herzstück eines Grafiktablett ist natürlich der Zeichenstift. Dieser hört beim M106K auf den Namen ArtPaint AP 20 und kommt mit integriertem Akku auf eine Arbeitszeit von knapp 200-300 Stunden.

Mit seinen 2048 Druckstufen ist er der Konkurrenz ebenwürdig und liegt sehr gut in der Hand. Die Mitbewerber sind aber nochmal minimal angenehmer zu halten, was aber bei einem fast fünffachen Preis teilweise durchaus verkraftbar ist. Unangenehm ist das Arbeiten mit dem Stift zu keinem Zeitpunkt. Der Stift ist binnen 3 Stunden aufgeladen und sollte daher stehts einsatzbereit sein, da ein Ladevorgang über Nacht genug Strom bietet für mehr als eine Woche Arbeitszeit.

Zwei haptische Tasten sind an der Spitze untergebracht und sind ebenfalls über die Software frei konfigurierbar. So können zum Beispiel bei Photoshop die Pinsel getauscht werden oder andere, häufig genutzte Funktionen hier genutzt werden.

Vor- und Nachteile

Die Vorteile des Tablets sollten nun klar ersichtlich sein. Zu einem sehr günstigen Preis ist das Tab dazu in der Lage sehr hochwertige Arbeiten verrichten zu können. Es ist mit den gängigen Betriebssystemen kompatibel, hat genug Leistung für hochwertige Arbeiten und kommt mit einem sehr günstigen Preis daher.

Nachteile könnte man erkennen in der nicht perfekten Verarbeitung, die bei den Mitbewerbern zu deutlich höheren Preisen minimal besser ist. Der Stift lässt sich nur per Kabel aufladen, während andere Tablets dies induktiv können. Dies sind aber nur Nuancen und die Vorteile überwiegen deutlich gegenüber den Nachteilen.

Für wen ist dieses Grafiktablett geeignet?

Das Zeichenpad ist sehr gut geeignet für alle Hobbyzeichner, Kleinkünstlern und allen, die digital zeichnen möchten. Selbst für Selbstständige Künstler oder hochwertigeren technischen Zeichnern sei das Tablet ans Herz gelegt. Sicherlich bieten der ein oder andere Mitbewerber eventuell eine zusätzliche Funktion, die einer bestimmten Nutzergruppe am Herzen liegen könnte, doch als Preis-Leistungs-Sieger geht hierbei eindeutig das M106K hervor.

Fazit zum Gaomon M106K

Das M106K überrascht. Seine minimalistische Ausstattung, die sich auf das wesentliche fokussiert, zeigt, dass Grafiktabletts nicht teuer sein müssen. Mit einem hohen Arbeitstempo, einer hohen Abtastungsrate für den Zeichenstift und seiner zahlreichen Buttons, egal ob haptisch oder nicht, erlauben ein zügiges und fehlerfreies Arbeiten. Sicherlich gibt es bessere Tablets, aber um die minimal bessere Qualität zu erhalten, sind deutlich höhere Ausgaben notwendig. So überzeugt das M106K klar und zeigt, was mit einem klaren Fokus auf die wichtigsten Attribute erreicht werden kann.